Borsäure vorgeschlagen für Aufnahme in Anhang XIV

Am 1. Juli 2015 wurde von der Europäischen Chemikalienbehörde (ECHA) die 6te Empfehlung an die Europäische Kommission zur Aufnahme von 15 Besonders Besorgnis erregenden Stoffen in Anhang XIV der REACH Verordnung. Für den FMMI ist besonders die Borsäure von Interesse. Für Borsäure gibt es momentan noch kein Latest application date und kein Sunset date.

Die Empfehlung zur Aufnahme wurde nun an die Europäische Kommission (DG Groth und DG Environment) übermittelt. Diese entscheiden über die Aufnahme der Stoffe in Anhang XIV. 

Stoffübersicht 6te Empfehlung 
1-bromopropane (n-propyl bromide)
Diisopentylphthalate
1,2-Benzenedicarboxylic acid, di-C6-8-branched alkyl esters, C7-rich  
1,2-Benzenedicarboxylic acid, di-C7-11-branched and linear alkyl esters  
1,2-Benzenedicarboxylic acid, dipentylester, branched and linear  
Bis(2-methoxyethyl) phthalate  
Dipentyl phthalate (DPP)  
N-pentyl-isopentylphthalate 
Anthracene oil  
Pitch, coal tar, high temp. 
4-Nonylphenol, branched and linear, ethoxylated (4-NPnEO)  
Boric acid  
Disodium tetraborate, anhydrous
Diboron trioxide  
Tetraboron disodium heptaoxide, hydrate 

 Die komplette Empfehlung sowie die Pressemeldung der ECHA finden Sie hier:

ECHA 6te Empfehlung

ECHA Pressemeldung

Borsäure Aufnahme in Anhang XIV REACH

Borsäure wurde aufgrund ihrer Reproduktionstoxizität am 18. Juni 2010 in die Liste der besonders besorgniserregenden Substanzen (SVHC Stoffe) aufgenommen. Gemische mit einem Borsäureanteil ab 5,5% müssen gemäß GHS-Verordnung (globally harmonised system) als gesundheitsgefährdend gekennzeichnet werden. 

Am 2. September 2014 wurde die Borsäure nun in die Kandidatenliste aufgenommen. Bis Ende November findet eine öffentliche Begutachtung auf der ECHA (Europäische Chemikalien Behörde) Homepage statt. Bei dieser öffentlichen Begutachtung können NGOS, Behörden, Firmen und sonstige Interessierte Kreise Stellungnahmen zur Aufnahme von Borsäure in Anhang XIV REACH abgeben. 

Die AOT hat mit dem Arbeitskreis Technik und Umwelt eine Stellungnahme erarbeitet und diese fristgerecht am 27. November 2014 bei der ECHA eingebracht.