Pressemitteilung Vecco e.V.

Zulassung – was nun?

Seit vielen Jahren kämpft die galvanotechnische Industrie mittlerweile für die Autorisierung von Chromtrioxid. Einige Einzelautorisierungen wurden bereits erteilt, jedoch wartet die große Maße der Betriebe seit Jahren auf ein positives Signal aus Brüssel. Im Dezember letzten Jahres war es dann für die ersten Konsortien so weit. Die Zulassung für die ersten Upstream-Autorisierungen ist da.

Was bedeutet das nun für den Autorisierungshalter?

Die Autorisierungshalter müssen innerhalb von drei Monaten den Beschichtungsunternehmen ein erweitertes Sicherheitsdatenblatt zur Verfügung stellen, welches u.a. Basis für den Antrag „Notification“ bei der ECHA ist.

Was bedeutet das für die Beschichtungs­unternehmen?

Es beginnt eine neue Zeit für die Teilnehmer. Die Beschichtungsunternehmen können sich durch die „Notification“ bei der ECHA auf eine oder mehrere Zulassungen beziehen. Hierzu ist jedoch zu beachten, dass auch die Bedingungen der Zulassung eingehalten werden. „Compliance“ ist das Gebot der Stunde.

Diese gilt vor allem für die Messwerte von Exposition und Emission, die für zahlreiche Arbeitsbereiche (Working Contributing Scenarios) übermittelt werden müssen. Dabei hat sich die jährliche Frequenz auch bei anderen zuvor erteilten Autorisierungen als Standard erwiesen. Das heißt in der Praxis, dass ein hoher Messaufwand auf die Unternehmen zukommt. Wie werden diese Daten übermittelt? Wer hilft, wenn es mal nicht passt? Hier zeigen sich die Vorteile des gesamtheitlichen Konzepts von Vecco und Hapoc.

Die Autorisierung zu unserem Upstream Antrag liegt im Moment zwar noch nicht vor, weil der Substitutionsplan ausgewertet werden muss. Aufgrund der Vielzahl von Daten, die uns von den Mitgliedern vorliegen, sieht die Empfehlung bei Hapoc jedoch die Verwendung von „repräsentativen“ Messungen vor. Die Daten werden in einer Datenbank gesammelt und es wird ein automatischer Compliance-Check durchgeführt. Ein System, das auch für die im Rahmen des REACh-EN-Force Programms zu erwartenden Inspektionen sehr hilfreich sein kann. Mittlerweile haben wir schon über 400 historische Daten für verschiedene Arbeitsszenarien hinterlegt. „Es geht darum es den Betrieben einfach zu machen“ beschreibt Vecco-Vorstand und stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Oberflächentechnik Christian Herzog die Intention hinter der Datenbank. „Smarte IT-Lösungen bieten hier heute eine Vielzahl an Möglichkeiten und das wollen wir noch weiter ausbauen“, ergänzt Dr. Uwe König, der die Datenbank konzipiert hat.

Was kommt nach der erwarteten Zulassung im Sommer 2021?

Unser Weg geht weiter. Wir haben schon immer gesagt, dass es für uns in jedem Fall eine Re-Autorisierung gibt. Eintrittsgebühren für die Reviewperiode erheben wir nicht, aber auch unsere Arbeit muss finanziert werden. Hier denken wir an die Datenbank oder den patentierten Formulator. Ein Transportbehälter, der die Formulierung ganz ohne Expositionen Im Unternehmen zulässt. Dieser Weg steht allen Vecco-Mitgliedern offen.

Unsere Bedingungen sind mittelstandsfreundlich. Die Beiträge können monatlich gezahlt werden und enthalten eine Ausstiegsklausel.

Konditionen erfahren Sie unter: tritschler.cornelia@eupoc.de

Wir möchten uns hier nicht mit anderen vergleichen. Von Beginn unserer Tätigkeit ging es darum, dass die Betriebe weiter mit sinnvollen Anwendungen arbeiten können und der gemeinsame Gedanke im Vordergrund steht. Wichtig ist jedoch, dass es keine Fristen oder Zeitdruck gibt.

Können auch andere Unternehmen sich der Autorisierung VECCO-Hapoc anschließen?

Die Beteiligung an VECCO und damit an Hapoc ist, laut Satzung VECCO, für jeden offen. Ein geschlossener Kreis soll es bewusst nicht sein. Konkrete Bedingungen gerne unter info@vecco.info

Unser Weg geht weiter – gemeinsam mit den Unternehmen

Mst. Christian Herzog

2. Vorsitzender Vecco e.V.